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Aus der Werkstatt · Gatterie

Dateien sichtbar machen, ohne die Ordnerstruktur umzubauen

Warum ich Gatterie als visuelle Dateibibliothek entwickle – mit Karte für GPS-Fotos, integriertem 3D-Viewer und optionaler lokaler KI.

Von Jan Fallgatter · Projektbericht

Ich wollte Werkzeuge, die mit meinen eigenen Dateien und Ordnern arbeiten, so wie sie auf der Festplatte liegen. Ohne eine Sammlung erst umzuziehen, ohne Konto und ohne monatliches Abo. Aus diesem eigenen Bedarf habe ich angefangen, Anwendungen zu entwickeln und sie später auch anderen zur Verfügung zu stellen. Gatterie ist eines dieser Projekte.

Bei einer Sammlung entscheidet nicht nur der Dateiname darüber, ob ich etwas wiederfinde. Ein Vorschaubild, der Aufnahmeort eines Fotos oder die Ansicht eines 3D-Modells können genauso hilfreich sein. Deshalb steht bei Gatterie der visuelle Überblick im Mittelpunkt.

Gatterie mit gemischter Dateibibliothek, Karte für GPS-Fotos und einer Burgruine im 3D-Viewer
Die visuelle Dateibibliothek verbindet unterschiedliche Dateitypen mit einer GPS-Karte und einem 3D-Viewer.

Die Ordner bleiben der Ausgangspunkt

Gatterie zeigt die vorhandenen Dateien in den ausgewählten Ordnern. Es gibt keinen Import in eine eigene Mediathek und keinen Katalog. Die App verschiebt, löscht und benennt keine Dateien um. Die eigentliche Ordnerstruktur bleibt im Dateisystem; Gatterie ergänzt eine Ansicht darauf.

Diese Abgrenzung ist mir wichtig: Eine visuelle Dateibibliothek soll Dateien zugänglich machen. Tags, Sterne und Suche helfen beim Sichten und Wiederfinden. Sie ersetzen keine bewusste Entscheidung darüber, wo eine Datei hingehört.

Ein Projektordner enthält mehr als Fotos

Fotos, Videos, PDFs, Dokumente und 3D-Dateien gehören oft zur selben Aufgabe. Sie nur nach Dateityp auseinanderzuhalten, beantwortet noch nicht die Frage, was zusammengehört. In Gatterie werden unterstützte Dateien gemeinsam sichtbar. Ein Modell lässt sich so im Zusammenhang mit Bildern und Unterlagen betrachten.

Welche Vorschau möglich ist, hängt vom Dateiformat ab. Ein Vorschaubild ist außerdem etwas anderes als das Bearbeiten einer Datei. Gatterie ist im Kern ein Viewer mit leichtgewichtigen Bearbeitungsfunktionen.

Orte und Modelle als andere Zugänge

Ein Foto mit GPS-Daten hat neben seinem Namen einen Aufnahmeort. Die Kartenfunktion macht diesen Ort zum Einstieg in die Sammlung. Fehlen passende Standortdaten, kann die Karte den Aufnahmeort daraus nicht ableiten.

Bei einer 3D-Datei genügt ein einzelnes Vorschaubild häufig nicht, um ihre Form zu verstehen. Der integrierte Viewer zeigt unterstützte Modelle dreh- und zoombar. Ein Beispiel dafür ist die Burgruine auf der Produktseite. Wie sich STL-, GLB- und 3MF-Dateien ansehen lassen, beschreibt die 3D-Anleitung.

Lokale KI bleibt eine wählbare Hilfe

Bildbeschreibungen und vorgeschlagene Tags können einen zusätzlichen Zugang zu Fotos schaffen. Dafür kann Gatterie einen optionalen lokalen KI-Dienst verwenden. Die Bibliothek lässt sich auch ohne diese generative Analyse benutzen.

Ein KI-Vorschlag ist noch keine gesicherte Beschreibung. Gerade für Namen, Orte oder die Bedeutung einer Szene bleibt die eigene Prüfung wichtig. Ich möchte diese Funktionen als Hilfsmittel einordnen: Sie ergänzen den Blick auf eine Sammlung, sie nehmen die Verantwortung für die Inhalte nicht ab.

Was mit den Dateien geschieht

Bearbeitete Bilder speichert Gatterie standardmäßig als neue Kopie. Nur eine ausdrücklich gewählte Expertenoption kann nach einem Warnhinweis das Original ändern. Das Entfernen der App ändert nichts an deinen Ordnern.

Diese Grenze gehört für mich zur Produktidee: Überblick gewinnen und bei Bedarf etwas nachbessern, ohne dafür die bisherige Ablage umzustellen. Welche Arbeitsschritte passen, hängt von der eigenen Sammlung ab.

Selbst ansehen und Rückmeldung geben

Die Gatterie-Produktseite zeigt Bibliothek, Karte, Viewer und die weiteren Funktionen. Wenn dich vor allem Modelle interessieren, beginne mit der Anleitung zu STL, GLB und 3MF.

Welche Dateien liegen bei dir zusammen, und woran erkennst du sie wieder? Hinweise und Fragen kannst du mir an jan@fallgatter.info schreiben.

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